• Intravitreale Injektion
  • Grauer Star
  • Lidoperation
  • Netzhaut-Lasertherapie (Diabetes und Gefäßverschlüsse)
  • Photodynamische Therapie (AMD)
  • ALT (Grüner Star)
  • YAG-Iridektromie (Grüner Star)
  • YAG-Kapsulotomie (Nachstar)

Intravitreale Injektion

Altersabhängige Makuladegeneration (AMD) Therapie der feuchten AMD durch Intravitreale Therapie = Applikation eines Medikaments in den Glaskörper. Die intravitreale Therapie (IVOM) mit VEGF-Blockern stellt die neueste Therapieoption für die feuchte AMD dar. VEGF steht für vascular endothelial growth factor, ein Wachstumsfaktor für Gefäße, der bei der Bildung von neuen Gefäße unter der Netzhaut eine entscheidende Rolle spielt. Die bei der feuchten AMD entstehenden Gefäße haben undichte Gefäßwände, so dass sowohl Flüssigkeit als auch Blut in das umliegende Gewebe austreten. Dies führt zu einer Schwellung der Netzhaut mit deutlicher Sehverschlechterung. Die VEGF–Blocker hemmen unterschiedliche Untergruppen des Gefäßwachstumsfaktors und bewirken dadurch eine Hemmung der Gefäßneubildung sowie einen Rückgang der Netzhautschwellung. Dies bewirkt eine Stabilisierung und erstmals in vielen Fällen sogar eine deutliche Verbesserung des Sehvermögens. Alle Medikamente müssen in Abständen von vier bis acht Wochen in den Glaskörper injiziert werden, um den Therapieerfolg aufrecht zu erhalten. Es handelt sich also um eine Dauertherapie. Diabetisches Makulaödem (DMÖ) Bei Diabetes bedingten Netzhauterkrankungen kann es durch den Verlust der Perizyten, die von innen die Gefäße auskleiden, zu einer Schwellung der Netzhautmitte, einem Makulaödem kommen. Bisher wurde dies mit einer zarten Laserbehandlung therapiert, was allerdings zu Narben in der Makula führte. Da die Hemmung von VEGF zu einer deutlichen Reduzierung der Netzhautschwellung führt, wurde 2011 Ranibizumab und 2014 Aflibercept zur Therapie des diabetischen Makulaödems zugelassen. Sobald die Flüssigkeitsansammlung das zentrale Sehvermögen bedroht oder bereits zu einer Sehverschlechterung geführt hat, erfolgt die IVOM und führt je nach Ausgangsbefund zu einer Stabilisierung oder Verbesserung des Sehvermögens. Die Therapie wird mit drei Injektionen in monatlichen Abständen begonnen. Die Abstände der Folgetherapie richten sich nach dem Verlauf der Erkrankung. Verschlüsse von Netzhautgefäßen: Venenastverschluss (VAO) und Zentralvenenverschluss (ZVO) Bei dem Verschluss einer Vene in der Netzhaut oder gar der zentralen Netzhautvene kommt es zu einer Schädigung der Gefäßwände. Diese werden undicht, was wiederum zu einer Schwellung der Netzhautmitte, einem Makulaödem, führt. Antikörper gegen VEGF führen auch bei dieser Art einer Netzhautschwellung zu einer Reduzierung des Makulaödems. Je nachdem wie stark die Schädigung der Sinneszellen durch den Verschluss ist, fällt die Sehverbesserung schwächer oder stärker aus. Studien haben gezeigt, dass die Sehverbesserung nach IVOM Therapie deutlich höher liegt als bei der klassischen Lasertherapie, insbesondere, wenn sie innerhalb der ersten drei Monate nach Auftreten des Verschlusses erfolgt. Folgende Präparate stehen zur Verfügung:

  1. Bevacizumab
  2. Ranibizumab
  3. Aflibercept

1. Bevacizumab ist ein monoklonaler Antikörper gegen alle Untergruppen von VEGF–A und wurde für die Behandlung von Darmkrebs zugelassen, bei der er viele heftige unerwünschte Nebenwirkungen entwickelt. Für die Behandlung der AMD ist Bevacizumab nicht zugelassen, zeigt aber eine sehr gute Wirksamkeit. Bei der Injektion in den Glaskörper ist die Dosierung um den Faktor 400 kleiner als bei der systemischen Behandlung von Darmkrebs, so dass allgemeine Nebenwirkungen nach der Therapie am Auge bisher nicht in nennenswertem Umfang beschrieben worden sind. In zahlreichen Studien wurde gezeigt, dass dieser Antikörper keinen negativen Effekt auf die Netzhaut hat. In einer großen randomisierten Studie, der CATT Studie, konnte eine sehr gute Wirksamkeit nachgewiesen werden. Bevacizumab ist in der am Auge benötigten Dosierung sehr kostengünstig und daher der in der AMD Therapie weltweit am Häufigsten angewandte VEGF- Blocker. 2. Ranibizumab ist ein Fragment des monoklonalen Antikörpers Bevacizumab und damit deutliche kleiner. Es gleitet leichter durch die Netzhaut durch, hat aber auch eine kürzere Wirkungsdauer. Für Ranibizumab liegen zahlreiche große Studien mit sehr guten Ergebnissen vor, die erstmals bei einer Mehrzahl der Patienten eine deutliche Sehverbesserung bewirkt haben. Ranibizumab wurde am 23.01.2007 für die intravitreale Therapie bei feuchter AMD zugelassen. Für die Zulassung in Deutschland wurde festgelegt, dass innerhalb der ersten drei Monate in monatlichen Abständen je eine Injektion erfolgt, anschließend richtet sich die Weiterbehandlung nach dem Verlauf des Sehvermögens sowie der Aktivität der Erkrankung. In den großen Zulassungsstudien zeigten sich die besten Ergebnisse im Sehverlauf bei den Patienten, die über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren monatlich eine Injektion erhielten, ohne das eine Verschlechterung des Sehvermögens abgewartet wurde. 3. Aflibercept ist ein rekombinantes Fusionsprotein und hemmt den Wachstumsfaktor VEGF–A, bindet aber auch den Plazenta Wachstumsfaktor (PIGF). Es ist seit Sommer 2013 für die Behandlung der feuchten AMD zugelassen. Laut Hersteller sollte es in den ersten drei Monaten in monatlichen Abständen, anschließend alle zwei Monate injiziert werden. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Behandlungsabstände individuell sehr stark variieren können. Dies ist zum Teil unabhängig vom ausgewählten Wirkstoff und scheint eher abhängig zu sein von der Aktivität der Erkrankung und anderen, uns bisher noch unbekannten Zusatzfaktoren. Die intravitrealen Therapien werden im OP Zentrum Teltower Damm 15, 1. OG, in lokaler Betäubung durchgeführt. Kosten Die Kosten für die IVOM werden inzwischen von den Krankenkassen im Rahmen des EMB, aber auch innerhalb von Sonderverträgen übernommen. Einige Krankenkassen übernehmen auch die für die Verlaufskontrolle so wichtige OCT Untersuchung der Netzhaut, wodurch dem Patienten die sehr viel belastendere Fluoreszenzangiografie erspart bleibt, die dann nur noch für die Diagnosenstellung notwendig ist.

Grauer Star

Die Operation des grauen Stars kann in örtlicher Betäubung mit Gel und Augentropfen, gegebenenfalls kombiniert mit einer leichten Beruhigungsspritze in den Arm, durchgeführt werden. Auch eine Narkose ist auf Wunsch möglich und wird von vielen Patienten gewählt. In die Hornhaut werden kleine Einschnitte gemacht, durch die eine Ultraschallsonde und ein Saug-Spülsystem in das Auge eingeführt werden. Mittels Computer gesteuerter Ultraschall-Technik wird dann die eingetrübte Linse zerkleinert und abgesaugt, wobei die Kapsel der Linse zum größten Teil erhalten bleibt.

Die künstliche Linse wird nun gefaltet und durch den kleinen Einschnitt in die Linsenkapsel eingesetzt, in der sie sich entfaltet und dann zentriert wird. Eine Naht der Hornhaut ist nicht mehr nötig. Die Kunstlinse kann individuell so gewählt werden, dass nach der Operation meistens für die Fernsicht keine Korrektur mehr benötigt wird.

Die Auswahl an Kunstlinsen ist sehr groß, allerdings sind nicht alle Varianten für jeden Menschen geeignet oder sinnvoll. Daher gehen wir in unserem Aufklärungsgespräch ausführlich auf die Vor- und Nachteile der einzelnen Linsentypen ein, um dann mit unseren Patienten die individuell geeignete Lösung zu erarbeiten.

Die Operationen finden im OP-Zentrum Teltower Damm 15, 1. OG, statt. Wir operieren immer in Zusammenarbeit mit den anästhesiologischen Kollegen der Praxis Somnicum, auch wenn die Operation in lokaler Betäubung durchgeführt wird. Dies gibt uns und Ihnen die Sicherheit, dass unsere Patienten immer rundum optimal betreut werden.

Lidoperation

Augenlidoperationen lassen sich gut in einer örtlichen Betäubung, gegebenenfalls kombiniert mit einer leichten medikamentösen Beruhigung, durchführen.

Das Entropium (die Einwärtskehrung) des Unterlides wird entweder durch ein vorübergehendes Einlegen von Haltefäden oder auch durch das gezielte Entfernen von Haut- und Muskelgewebe korrigiert.

Das Ektropium (die Auswärtsdrehung) lässt sich durch eine Straffung der Lidkante wiederherstellen, die je nach Art und Stärke durch eine keilförmige Entfernung von Gewebe, eventuell in Kombination mit einer Wiederbefestigung des Lidbändchens am Knochen, erreicht wird.

Bei der Operation von Schlupflidern (der Blepharoplastik) handelt es sich zumeist um eine kosmetische Beseitigung von überschüssigem Hautgewebe am Oberlid.

Es wird individuell bestimmt wie viel Haut abgetragen werden soll. Nach dem Anzeichnen wird der entsprechende halbmondförmiger Hautlappen abgetragen, gegebenenfalls wird auch hervortretendes Fettgewebe mit entfernt. Die Schnitte werden parallel zu den Lidkanten in die Lidfalten gesetzt, so dass hinterher die Naht in der Lidfalte verschwindet und nicht zu erkennen ist. Die Operation wird meistens beidseitig an einem Tag durchgeführt. Die Krankenkassen kommen in der Regel für die Operationskosten einer Blepharoplastik nicht auf.

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