Schlaganfall-Risikoeinschätzung (ARIC)

Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugen – durch frühzeitige Risikoerkennung

Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Todesursache Nummer eins in Deutschland.
Eine Herzinfarkt und Schlaganfall Vorsorge-Untersuchung ermöglicht mit dem „Blick in die Augen“ eine rechtzeitige Veränderung ihrer Lebensumstände. Durch die Analyse der Netzhautgefäße kann man das Schlaganfallrisiko von Gehirngefäßen abschätzen.

Was eine Vorsorge-Untersuchung beinhaltet

  • Farbfotografie der Netzhaut, des Sehnerven und der Netzhautgefäße
  • Errechnung der AV Ratio
  • Überblick über Maßnahmen zur Vermeidung von Gefäßkrankheiten und eine evtl. Änderung der Lebensführung, werden im Beratungsgespräch gegeben.
  • Ggf. wird die gezielte Konsultation eines Spezialarztes empfohlen.

Für wen ist die Vorsorgeuntersuchung interessant

  • Menschen mit bekanntem erhöhtem Risiko: Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhten Blutfettwerten, Arteriosklerose oder Raucher.
  • Menschen über 50 Jahre
  • Für Menschen im Alter von 30-50 Jahren, die in keine der bekannten Risikogruppen gehören, ist es ebenso möglich das Risiko für einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt zu erkennen, da deren Ursachen langfristig entstehende Veränderungen und Störungen des Gefäßsystems sind.
alle zwei bis fünf Jahre empfohlen

Infarkt – Risikobestimmung und Vorsorge
Ein Schlaganfall kann jeden treffen – vom Säugling bis zum Rentner

Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Todesursache Nummer eins in Deutschland. Man kann jedoch das individuelle Risikoprofil jedes Menschen bestimmen, Jahre bevor erste Krankheitssymptome auftreten.

Das Auge – Fenster zur Gesundheit

Dabei werden die Gefäße des Augenhintergrundes untersucht. Sie verhalten sich unter dem Einfluss von Bluthochdruck, Diabetes, erhöhten Blutfettwerten oder anderen Risikofaktoren sehr ähnlich wie die Gefäße im Gehirn.

Mit der RIVAS Untersuchung* der Netzhautgefäße kann man den Gefäßzustand erkennen und das Schlaganfallrisiko von Gehirngefäßen abschätzen. So wird es möglich, lange vor einer akuten Gefährdung
- also rechtzeitig, präventiv etwas zu unternehmen und gezielt die Lebensführung zu ändern.
* Die Untersuchung basiert auf der umfangreichen amerikanischen ARIC-Studie. Die statische Gefäßanalyse zur Bestimmung des AV-Verhältnisses (arterio-venös) findet in Anlehnung an die ARIC-Studie durch Messen der Arterien- und Venendurchmesser statt. Das AV-Verhältnis ist ein quantitativer Parameter zur Bestimmung des vaskulären
Risikos von Patienten, die so in Risikogruppen eingeteilt werden können.

Die Untersuchung mit Spezialkamera, die Auswertung per Computer

Mit einer Spezialkamera werden absolut schmerzfrei Aufnahmen des Augenhintergrundes bei erweiterter Pupille gemacht. Bei der computergestützten Analyse der Netzhautfotos werden Arterien- und Venendurchmesser verglichen.
Nur am Auge besteht die Möglichkeit, die Arterien und Venen direkt anzusehen. Ihr Zustand ist direkt mit dem der Gehirngefäße vergleichbar.
Werden andere Risikofaktoren mit berücksichtigt, ergibt sich ein Zusammenhang zwischen dem Gefäßzustand und dem Risiko einen Schlaganfall zu erleiden.

Die Einschätzung Ihres persönlichen Schlaganfallrisikos erfolgt auf Basis

  • der AV-Ratio der Netzhautgefäße,
  • der augenärztlichen Bewertung von Gefäßveränderungen der Netzhaut,
  • der Risikofaktoren, die Sie in der Befragung angegeben haben

Es wird auf einer Skala von geringem über mittleres bis hohem Risiko eingestuft. In Kombination mit der Krankengeschichte eines Patienten und der Auswertung des Netzhautbefundes kann damit eine aussagekräftige Diagnose direkt in der Augenarztpraxis erstellt werden.

Jeder Patient bekommt seine Ergebnisse und seine Risikoeinstufung in einem persönlichen Beratungsgespräch erklärt.
Das Verfahren ermöglicht den Teilnehmern, lange vor einer akuten Gefährdung, und damit rechtzeitig und wirkungsvoll, etwas gegen eine ansonsten verhängnisvolle Entwicklung zu unternehmen.

Risikofaktoren für Schlaganfall und Herzinfarkt

Wichtigste beeinflussbare Risikofaktoren:

  • Bluthochdruck
  • Fettstoffwechselstörungen
  • Diabetes mellitus
  • Vorhofflimmern
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Fehlernährung bei Übergewicht
  • Bewegungsmangel

Nicht beeinflussbare Faktoren: Alter, Vererbung.

Weiterführende Untersuchungen für Patienten mit erhöhtem Risiko: Durch regelmäßige Routineuntersuchungen bei Ihrem Hausarzt, z.B. im Rahmen der von den gesetzlichen Krankenkassen angebotenen Gesundheits-Checks ab 35 Jahre, können die Risikofaktoren der Herz-Kreislauf-Erkrankungen überprüft werden.

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Schlaganfall-Flyer (PDF)

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